Klar, wenn man Sorgen hat, muss man sich jemanden anvertrauen, aber ob es dasselbe is, dies im Internet zu tun, so dass es pratkisch jeder erfahren kann?
Aber eigentlich is diese Frage überflüssig. Es kommt nur darauf an, dass man es tut, nicht wie... man könnte dasselbe auch einer Telefon-Seelsorge fragen.

Zum Thema Tod eines nahestehenden Menschen habe ich auch was beizutragen...
Ich weiss nicht mehr genau, wie lange es her ist, dass meine Oma mütterlicherseits gestorben ist... Damals, als es passiert ist, habe ich es selbst nicht registriert... oder konnte nicht verstehen, dass ein Mensch einfach "verschwindet"... Meine Oma war damals einfach eine alte, nette Frau, die mit mir norwegisch sprach und bei der ich alle Filme sehen durfte, die ich sehen wollte. Tja, und auf einmal war sie weg... erlöst von Monatelangem Kampf gegen Magenkrebs.
An einige Einzelheiten erinnere ich mich immer noch sehr genau. Wie z.B. die Zeit, als sie uns trotz allem in Deutschland besucht hat und mit Medikamenten und Haferschleim vollgepumpt wurde.
Dann genau, die Szenen, wie sie im Krankenhaus, in ihrem Bett liegt. Mit Sauerstoffmaske, Tropf und überall kleine sensoren zum ermessen aller möglichen Körperfunktionen. Sie war kaum noch in der Lage ein Wort zu sprechen. Sie war so glücklich, dass sie ihre Enkelkinder noch sehen durfte... damals verstand ich den Sinn dieses Ausspruches nicht...
Die Szenen der Beerdigung in der Kapelle, wo ich nicht ruhig sein wollte und nach Oma gefragt habe...
Ihr Dahingehen hat mich erst einige Jahre später getroffen, als ich verstand, was es bedeutet, das Wort "Tod". Um diese schwere Zeit zu verkraften, hab ich einen Engel aus Papier bekommen, von dem man sagte, das sei mein Schutzengel... und ich wusste sofort, wer zu mir gekommen ist, um mich zu beschützen.
Oh man, ich werd ganz melancholisch... Ich glaub ich geh in's Bett... Gute Nacht euch allen.'
Edit: Grad die letzten beiden posts gelesen und... naja, seltsam, wie sehr Menschen sich ähneln können.
Meine Zeit in der Schule war fast genauso, wie Baha's.
Ich bin, so lange ich nur denken kann, untergewichtig, was mich schon damals zum Ziele das Spotts der anderen machte. Am allerersten Schultag habe ich einen guten Freund gefunden, weil er abseits stand und ich der einzige war, der ihn ansprach... So ne typische Kitsch-story, wir gegen den Rest. Zumindest bis zur dritten... dort fing ich an, ihn niederzumachen, damit mich die anderen nicht asuschliessen... das ging bis ende sechster so weiter... heute tut es mir wirklich sehr sehr leid, ihn so behandelt zu haben. In den beiden Jahren, bevor ich nach Schweden zog, konnte ich den Kontakt wieder enger schnallen, aber ich habe nie erfahren, ob er mir die Zeit überlgenommen hat...
In der fünften und sechsten Klasse ging es für mich bergauf. Ich fand einen neuen Kumpel, kam mir gern gesehen vor und kam gut zurecht. Wohl die besten Schuljahre in Deutschland... Weil darauf das Gymnasium folgte...
Da es mir immer schwerfällt, mit neuen Leuten klarzukommen, stand ich in der Klasse schnell alleine dar und war ein beliebtes Ziel für Spott... is ja klar, ich hab ihn falsch verstanden und / oder konnte nicht kontern, sondern hab mich ganz in mich selbst verkrochen. Es war seltsam... die Leute, die am meisten auf mich einhackten, waren gleichzeitig diejenigen, mit denen ich am besten klarkam. Wir haben uns sogar einigemale getroffen und Zit miteinander verbracht... aber der Stress in der Schule führte zu problemen und probleme führten zu schlechten Leistungen und mehr Stress, der noch Stress mit den Eltern nach sich zog... Ein Teufelskreis eben, der mich wohl langsam zerbrochen hätte, wäre ich nicht aus ihm herausgerissen worden.
Hier in Schweden schien alles wieder von vorne anzufangen. Neue Schule, neue Klasse, neue Leute. Aber eines war anders: Ich wurde akzeptiert und fand schnell einige Leute, mit denen ich herumhängen konnte.
Diese plötzliche Änderung hat bei mir einiges bewirkt. Ich durfte erfahren, was es bedeutet Selbstvertrauen zu haben und dadurch konnte ich mich selbst entfalten. Ich habe Musik und mich selbst entdeckt, wofür ich immernoch dankbar bin...